Havanna

Havanna

Havanna strahlt eine unvergleichliche Anziehungskraft aus.

Die Hauptstadt von Kuba hat einen einmaligen Charme: Verwitterte aber prachtvolle Fassaden von Kolonialbauten, heiße Rhythmen und alte Cadillacs.

Damit ist Havanna symptomatisch für die Situation in Kuba, denn die Stadt paart karibische Lebenslust mit den schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Gerade das macht den Charme für viele Reisende aus.

Die Geschichte von Havanna

Die langsam dem Verfall ausgesetzten Prachtbauten in Havanna sind Zeuge einer Zeit von Wohlstand.

Havanna wurde mit seinem Hafen im 16. Jahrhundert schnell das internationale Handelszentrum von Kuba.

Die spanische Kolonialmacht baute es zur befestigten Hafenstadt aus, musste Mitte des 18. Jahrhunderts die Stadt dennoch den Briten überlassen.

Lange hält die britische Kolonialmacht jedoch keinen Einzug in Havanna. Schon nach weniger einem Jahr erhält die spanische Krone die Stadt im Tausch gegen das heutige Florida zurück von den Briten.

In den folgenden Jahrzehnten bringen insbesondere der Handel mit Zucker und Tabak steigenden Wohlstand nach Havanna. In diesen Jahrzehnten nimmt Kuba auch eine zweifelhafte Rolle als Umschlagspunkt im Sklavenhandel ein, weshalb ein Teil des Wohlstands auf Kosten der Humanität erworben wurde.

IHavannam Jahr 1902 wird Kuba zur Republik. Allerdings steht das 20. Jahrhundert unter starkem Einfluss von Amerika und prägt auch die Entwicklung der Stadt maßgeblich.

Der „American Way of Live“ hält Einzug nach Havanna. In dieser Epoche wird entsteht eine schillernde Metropole und das Stadtbild entwickelt sich prächtig.

Das hat aber auch seine Schattenseiten. So werden Glücksspiel, Prostitution und Drogen ein Teil von Havanna.

Diese Entwicklung wird getrieben von amerikanischen Mafia Bossen, die herausragende Möglichkeiten sehen, in Kuba kriminell zu expandieren.

Mit der Revolution in Kuba in den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts endet dieses Kapitel in der Geschichte von Havanna.

Die einst florierenden Hotel- und Glücksspielbetriebe werden verstaatlicht und zu einem großen Teil in Wohnraum umgewandelt.

Mit den wirtschaftlichen Problemen, die sich durch den Zusammenbruch des kommunistischen Blocks 1990 verschärfen, verliert Havanna viel von seinem schillernden Charme.

Die Knappheit an finanziellen Mittel und Baumaterial zeigt ihre Zeichen. Das heutige Stadtbild hat seine Ecken und Kanten. Doch gerade das macht die Hauptstadt von Kuba einmalig.

Das macht Havanna heute einmalig

Havanna bleibt eine einmalige Stadt. Trotz oder vielleicht auch gerade der vielen Probleme, denen sich Kuba und seine Hauptstadt stellen muss:

  • Kulturelles Zentrum: Das kulturelle Klima sucht seinesgleichen. Tanz, Musik, Theater, Filme, Kunst und Literatur – all das ist fest mit der Stadt verbunden und wird begeistert gelebt. Das Nachtleben genießt – völlig zu Recht – einen besonderen Ruf.
  • Einmalige Lage: Havanna ist nicht nur eine urbane Metropole, seine nahegelegen Strände laden auch zur Entspannung ein. Die schönen Strände sind bekannt für ihre unberührten Korallenriffe.
  • Sehenswürdigkeiten: Havanna ist reich an Geschichte. Das erkannte auch die UNESCO und ernannte 1982 die Altstadt und die Befestigungsanlage der Stadt zum Weltkulturerbe. Einen ersten Überblick über die Sehenswürdigkeiten lässt sich bei Tripadvisor gewinnen.

All das macht Havanna zu einer einmaligen Wahl für Reisende, die ein intensives Erlebnis mit Anspruch suchen, sich für die Geschichte und Kultur Kubas interessieren und bereit sind, sich auf Land und Leute einzulassen.

Ein Ziel für den klassischen Pauschalurlaub findet man hier hingegen nicht. Dieser hat in Varadero weiter östlich mit vielen großen Hotelanlagen sein Zentrum.

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